Donnerstag, Juli 02, 2026

Die Erde

Wie für alles, gibt es auch für die Erde mehrere, aber mindestens zwei weibliche Göttinnen. भूमि - Bhumi oder पृथ्वी - Prthvi. Etwas leichter auszusprechen पृथिवी - Prthivi. Die einen Quellen sagen mir,  पृथ्वी माता - prthvi mata sei die archetypische Muttererde-Gottheit und Prthvi die älteste vedische Erdgöttin. Ihr Name bedeute im Sanskrit "Weite" oder "Breite". Damit wird die physische Dimension der Erde assoziiert. भूमि - Bhumi hingegen komme von Sanskrit "Boden" oder "Ursprung". Die Erde als Ursprung aller Dinge. Andere sagen Bhumi habe einfach Prthvi abgelöst, vom Sockel gestoßen, als deren Zeit um war.

Ich weiß bereits, dass Bhumi mehr mit der Qualität, der Fruchtbarkeit, der nährenden Kraft des Bodens zu tun hat, als mit dessen Ausdehnung. Bhumis Tochter ist Sita - die Ackerfrucht. Deshalb soll, bevor eine Baugrube ausgehoben wird, der Acker sozusagen zweckentfremdet wird, eine Bhumi Puja abgehalten und Bhumi um ihren Segen für das Bauvorhaben gebeten werden. Gestern Abend schritt eine Frau ganz allein kurz vor dem Eindunkeln das (wie bereits dokumentiert) grässlich zugerichtete Gelände unter meinem Fenster ab und zündete viele Öllampen und Räucherstäbchen an. Vielleicht war es die Käuferin. Oder die zukünftige Eigentümerin der mehrstöckigen Mehrfamilienhäuser, die hier entstehen werden. Eine sogenannte landlady.




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