Samstag, Juli 25, 2026

Ankunft in Pokhara

Wir sind angekommen. Mit einem halben Tag Verspätung, aber ohne Scherben. Wir freuen uns, dass die Umzugsmänner gute Arbeit geleistet haben und legen den Mantel des Schweigens über einen Typen von InDrive, der uns einfach sitzen ließ. 

Der bis zum letzten Millimeter unter der signalorangefarbenen Plane vollbeladene Minitruck verließ pünktlich um 08:30 Uhr unsere Hauseinfahrt, die gated community, den Hill, die Golfutar Richtung Ring Road und die capital city nach Westen, nach Pokhara. Das Auto aber, eine first-class-Limousine mit ausreichend Stauraum für unser Handgepäck, erschien nicht. Der Fahrer, der uns noch am Abend zuvor vollmundig versichert hatte, sure, don't worry, we will be on time (wobei uns, im Nachhinein betrachtet, der Plural etwas irritiert hatte) kam nicht nur nicht pünktlich um die Ecke gebogen, er ging auch nicht ans Telefon, las keine Nachrichten, hatte sein Smartphone ausgeschaltet oder weggeschmissen. Schlief oder war tot. Wer weiß. Wir mussten einen anderen Wagen besorgen, was etwas Zeit in Anspruch nahm, saßen auf den Sofas im Empfangsraum, in dem wir nie jemanden empfangen hatten, sahen dem Himmel über dem Hill zu, wie er sich eintrübte, und warteten. 

Wir fuhren mit gut zweieinhalb Stunden Verspätung los, verbrachten die gute erste Stunde im Stau durch Kathmandu, dann auf Rüttelstrecken im Schritttempo durch ein enges Tal. Die Straße wurde etwa ab der Hälfte erheblich besser und breiter. Sonst ist es eher umgekehrt, werden die Wege schlechter, je weiter man sich von der Metropole wegbewegt. Hier ist alles anders. Wir erreichten viel zu spät, aber wunderbarerweise zeitgleich mit der wetterfesten signalorangen Plane über unserem Hausrat den östlichen Stadtrand von Pokhara. W. sprang aus unserer Limousine, wedelte mit den Armen und wir fuhren brav hintereinander her zur Dhungesaghu Marg. Das Ausladen ging flott und kurz nach Sonnenuntergang saßen wir bereits bei unserem neuen Lieblings Mo:Mo Mann. Beim Dragon, das ist hier der Supermarkt, hatten wir zwei Dosen Bier aus dem Kühlschrank geholt. Der Mo:Mo-Koch verkauft keinen Alkohol, hat aber nichts dagegen, dass wir Mitgebrachtes trinken. Ganz neue Welt!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen