Weiter im Text: Der Reis, den wir im Kathmandu Valley täglich verzehren, ist laut einer neuesten Studie "angereichert" mit bis zu 11 verschiedenen Pestiziden, darunter Fungizide, Insektizide und Rodentizide. Letzteres sind spezielle Nagergifte, die Antikoagulanzien enthalten, also blutgerinnungshemmende Stoffe. Die Ratten, die man damit bekämpft, verbluten innerlich. Jämmerlich!
Die Studienmacher untersuchten Reis, der in den drei Distrikten Kathmandu, Bhaktapur und Lalitpur angeboten wird. In der capital city konsumieren wir den weitaus giftigsten Reis: darin finden sich Azoxystrobin, Chlorpyrifos, Clothianidin, Difenoconazole, Imidacloprid, Malathion, Paclobutrazol, Propiconazole, Tebuconazole, Thiamethoxam, Tricyclazole. Basmati-Reis ist im Vergleich zu nicht-Basmati-Reis doppelt so hoch kontaminiert. Die Erklärung ist simpel, sagen die Fachleute: Basmatireis lässt sich zu einem höheren Preis verkaufen, weist aber eine geringere Resistenz gegen Schädlinge auf. Also verdoppeln die Reisbauern die Dosierung der Pflanzenschutzmittel und wenden sie häufiger als empfohlen an.
83 % der Proben enthalten Pestizide, davon 80 % zwei oder mehr Arten. Unter den 11 gefundenen Pestiziden übersteigen Tricyclazole, Thiamethoxam und Tebuconazole die Höchstgrenzen, die beispielsweise in der EU gelten, um ein Vielfaches. Nachgewiesen werden Konzentrationen von 5,09 Mikrogramm bis 312,54 Mikrogramm pro Kilo Reis. Außerdem sind in den Reiskörnern verbotene Substanzen wie Chlorpyrifos, Alpha-Cypermethrin und Profenofos enthalten.
Ich muss das alles nicht im Detail verstehen, weder die Bedeutung der Wörter noch die toxische Kurz- und Langzeitwirkung dieser Chemikalien. Ungesund ist Reisessen allemal. Der Mond hingegen hat sich gestern abend zum ersten Mal wieder am Himmel gezeigt. Liegend wie eine Schaukel.
