Nachdem nun rundum Ruhe eingekehrt ist - ein Rücktritt aus freien Stücken ist etwas anderes als ein Rauschmiss - verlassen wir den Hill für ein paar Tage. Wir fliegen am Mittag etwa 600 km nach Westen. Wie immer verwirren die Namen. Das Ziel, der Flughafen heißt SKH - Surkhet, die Stadt वीरेन्द्रनगर - Birendranagar. Der Flughafen ist nach dem Distrikt benannt, die Stadt aber, zu der er gehört und in der er liegt, hat ihren Namen von König वीरेन्द्र वीर विक्रम शाह - Birendra Bir Bikram Shah Dev bekommen, der 2001 zusammen mit fast allen seinen königlichen Verwandten vom eigenen Sohn erschossen wurde. Surkhet ist das Distrikt, Surkhet Jilla - सुर्खेत जिल्ला und liegt in einem Talkessel im südlichen Teil der Provinz Karnali, कर्णाली प्रदेश - Karnali Prades. Also im heißen Tarai. Birendranagar ist die Hauptstadt der Provinz Karnali. Und Karnali sowie den Karnali Fluss liebe ich aus der kühlen Ferne, seit ich Karnali Blues gelesen habe.
20:42 Uhr: wir sind wieder auf dem Hill angekommen.
Nach einem excellenten Abendessen im Walnut Bistro. Wir haben den ganzen Tag nichts gegessen außer einer warmen Zimtschnecke.
Nach einem beeindruckenden turnaround über Nepals Westen, einmal KTM - SKH und zurück.
Nachdem der Flugkapitän kurz nach 17 Uhr die Reiseflughöhe nicht verließ, sondern die Maschine um 180° wendete, so dass alle schneebedeckten Gipfel über den Wolken plötzlich die Seite wechselten und mich kurz die Sonne blendete. Der Pilot aktualisierte seine letzte Durchsage: wir würden in ca 35 Minuten in Kathmandu landen. Surkhet sei wieder geschlossen.
Nachdem der Flugkapitän kurz vor 17 Uhr persönlich die Durchsage machte, man möge die Anschnallzeichen beachten, wir würden die Reiseflughöhe nun verlassen und in 25 Minuten in Surkhet landen.
Nachdem wir die Buddha-Air-Maschine am domestic airport in Kathmandu erleichtert und fröhlich mit knapp zwei Stunden Verspätung doch besteigen durften.
Nachdem wir seit 13 Uhr vor den domestic-Schaltern in KTM vom freundlichen Bodenpersonal vetröstet wurden, Sukhet sei wegen schlechten Wetters (haze, schlechte Sicht) geschlossen, aber alle hofften, das der Flug später (bis maximal 17 Uhr müssten wir noch Geduld haben) durchgeführt werden könne. Die auf die Morgenmaschine (7:30 am) gebuchten Pasagiere würden alle auch noch warten.
Nachdem wir das Haus auf dem Hill kurz nach 12 Uhr kompakt gepackt und frohen Mutes verlassen hatten.