Montag, Juli 20, 2026

Tulsi

Tulsi, das indische Basilikum gehört Lord Vishnu. Es gilt als seine irdische Manifestation. Wir hatten das schon, dass es gepflanzt werden soll, bevor Vishnu im क्षीर सागर - Kshir Sagar, im Milchozean für ein paar Monate entschläft. Bei mir wächst das Basilikum ungehemmt und ungeplant. Ich trage den Topf zum Tempel. Der Mönch erklärt mir, dass es schwarzes und grünes Tulsi gibt. Und dass demnächst, nämlich am Samstag, Harishayani Ekadashi ist. Dann sind wir bereits in Pokhara, sage ich, aber er versteht natürlich nicht, was ich meine. Umziehen ist etwas sehr Fremdes und Unvorstellbares für die Leute hier. Er setzt ein paar Pflänzchen in den dafür vorgesehenen Quader, schön geometrisch angeordnet, vier zu vier. Den Rest trägt er nach Hause. Eine mission completed

Die zweite mission kommt am späten Nachmittag. Wir warten eine Regenpause ab und marschieren zu zweit zum Tempel und verbrennen unsere ausgebleichten, vom Wind gebeutelten Gebetsfahnen. Der Himmel meint es gut mit uns, die Sonne guckt zu und der Wind weht den Rauch in die richtige Richtung. 

Danach fängt es an zu regnen und wir überqueren noch einmal die Golfutar auf dem Weg zu Sukunda. Wir schütteln uns trocken wie nasse Hunde und essen noch einmal scharfe Newarigericht. Alles passiert nun bereits ein letztes Mal.

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