Der Schuhmacher gibt mir jeden Schuh einzeln zum Anprobieren, ob er fest genug sitzt, an einem trennt er die Nähte klaglos wieder auf und arbeitet nach. Schließlich laufe ich überglücklich in den uralten grünen Vabenes durch die street no 11 und nehme die Abkürzung am Kanal entlang nach Hause. Gekostet hat die ganze Sache so viel wie kürzlich das perfekte Gasherdkreuz. Oder eine Portion scharfe Chicken Chowmein.
Sonntag, August 16, 2026
Der letzte Tag des Monats
Sonntag. Der 31. Shrawan, der letzte Tag des Monats. Nach zwei vergeblichen Versuchen (beim ersten war die Werkstatt offen, aber ich hatte die Schuhe nicht dabei, beim zweiten hatte ich die Schuhe dabei und die Werkstatt war offen, aber der Schuhmacher, denn ein solcher ist er, beim Essen, wie mir die Nachbarshutterfrau zweifelsfrei durch entsprechene Gestik zu verstehen gab) treffe ich heute den Schuhmacher beim Arbeiten an. Er legt den Schuh, an dem er arbeitet, zur Seite und repariert mir auf der Stelle die ausgeleierten, zum Teil gerissenen Elastikbänder an insgesamt 4 Schuhen. Für die Orangefarbenen fädelt er eine Orangefarbene Fadenspule in seine Schuhmachernähmaschine. Ich warte, sitze auf einem Hocker und denke die ganze Zeit an meine emeritierte Menznauer Schuhmacherin mit ihrer Aversion gegen Näharbeiten, die sie ihr ganzes aktives Berufsleben begleitet hatte.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Das ist eine sehr schöne Geschichte.
AntwortenLöschen