Montag, August 03, 2026

Der graue Tag

Der dritte Shrawan Sombar. Der zweite Pokhara Montag. Der erste richtige Regentag. Wie er nie im Bilderbuch steht. Die Terrasse ist überdacht, ich erreiche meinen Schreibtisch trockenen Fußes. Der Regen klärt die Luft und die Gedanken. Ich muss alles neu lernen. Die Himmelsrichtungen. Wo ich Zwiebeln bekomme, Bananen und Mangos. Von Joghurt ganz zu schweigen. Ums Haus herum entdecke ich Riesengurken und so etwas wie Schlangenzucchini. Abertausende von Ameisen, die der Regen nun wegspült. Bei den Nachbarn wohnt ein Wasserbüffel. Und aus den Reisfeldern wird heute Unkraut entfernt. Das ist nicht unbedingt romantisch, die Frauen in ihren bunten Arbeitsklamotten, die sich, Regen hin oder her, in dem saftigen Grün bücken. Den lieben langen Tag. 

W sagt, in China machen das Fische, die in den Reisfeldern leben und das Unkraut fressen, die Reispflanzen aber unangetastet lassen. Die Fische brauchen aber ständig fließendes Wasser. Hier steht das Wasser eher.   

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