Montag, Mai 25, 2026

Gartenarbeit

Der erste Mangobaum begrüßt mich im Topf. Aus der Erde heraus. Er hat meine Abwesenheit trotz Hitze überstanden.

Den zweiten wickele ich aus seinem improvisierten Tropenhaus. Er kommt nun auch in die Erde. In einen Tontopf. Er hat unter Gewächshausbedingungen auf meinem Fensterbrett eine kräftige Wurzel und den Beginn einer Krone ausgebildet. Den dritten zeige ich nicht, da ist nicht viel zu sehen, ich setze ihn hoffnungsvoll trotzdem in die Erde. Denn aller guten Dinge sind Drei. Die Kerne, die ich austrocknen ließ, dienen höchstens noch als Kompost.  

Auf der Golfutar sind bereits fliegende Händler mit Litschibüscheln unterwegs. Im Garten wachsen, wenn ich mich nicht irre, drei Litchibäume heran. Ich habe letztes Jahr Dutzende von Kernen verbuddelt. Ich verbuddele hier alles. Kürzlich warf ich eine überreife Tomate in eine Ecke im Garten, weil der Mülleimer nicht der geeignete Platz für so etwas schien. Ich zerquetsche sie leicht mit den Zehenspitzen, der Saft spritzte nach allen Richtungen. Dann schob ich ein bisschen Erde darüber. Ganz ohne mich zu bücken. Wie es aussieht, haben die Kerne verstanden, was ich von ihnen will. Vor ein paar Wochen entdeckte ich im Gestrüpp neben meinem Tempel jungen Bambus. Zart und frisch. Ich habe keine Ahnung, woher der plötzlich kam. Am nächsten Morgen steckte ich mein ein und alles-Werkzeug in die Tasche, den कुटो कोदालो - kuto kodalo und zog nach dem Morgenqiogong drei Triebe aus dem weichen warmen Boden. Es hatte die ganze Nacht geregnet und ich setzte den Bambus in die den Tomaten entgegengesetzte Ecke. Zuerst sahen die Triebe höchst unglücklich aus, mittlerweile aber haben auch sie sich an mich gewöhnt. 

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