Montag, Mai 04, 2026

hordeolum internum

Mein Langzeitgeschenk von dem kürzlich nicht stattgefundenen Ausflug nach Surkhet und in den Bardiya-Nationalpark: ein Gerstenkorn am linken Auge, genauer gesagt hordeolum internum im unteren Lid. Statt Rhesusaffen, Lippenbären oder Axishirsche zu bestaunen saßen wir (gefühlt, nicht wirklich) zwei Tag in der luftigen Abfertigungshalle des domestic airport. Über unseren Köpfen verwirbelten Dutzende Ventilatoren die heiße Luft. Ich saß ständig im Zug (nicht in der Eisenbahn) und spürte eine ungesunde Kühle im Nacken. Der Schal lag schön gefaltet im handlichen Köfferchen. Das Gepäck war aufgegeben und ich hatte keinen Zugriff mehr darauf, bis wir den turnaround über den Wolken hinter uns hatten und der Flug annulliert war. Das Gepäck kam mit uns auf demselben Weg zurück, auf dem es gegangen war. Ich zog den Schal hervor, noch bevor wir das Taxi ins Walnut bestiegen. Trotzdem zu spät!

Gerstenkorn. Das letzte hatte ich vor ungefähr zehn Jahren auf Hooge. Auch vom Zug, den es dort nicht gibt. Vom Wintersturm. Eissturm. Hier heißt das hordeolum आँखामा टाँसिने - Amkhama tasine oder आँखामा दाग - Amkhama dag. Englisch sty oder stye. Stye in the eye - ein unglücklicher Reim! Es gibt überall und immer für alles Varianten oder Alternativen. Meine Apothekerin auf der Golfutar verkauft mir Augentropfen, die auch für die Ohren geeignet sind. Damit soll ich das entzündete Auge fünf Tage lang dreimal täglich träufeln. Am zweiten Tag verschwindet das hordeolum externum, dafür setzt sich am dritten ein viel mächtigeres hordeolum internum fest. Hartnäckig. Heute ist der fünfte Tag.

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