Sturm über dem Valley. Und Sturm am Everest. Dort soll es schneien. Hier regnet es. Der Berg wettert! Und die Leute von nah und fern wettern. Alle wollen alles besser wissen, wie dieser - für die Nepali heilige - höchste Berg der Welt vermarktet werden darf, soll oder kann. Den Sherpas - die quasi erfahrene und unerfahrene Bergsteigen gleichermaßen an die Hand nehmen, damit sie zahlen und hochkommen - wirft man vor, sie würden die Situation ausnützen. Klar tun sie das (Hand aufs Herz: wer würde das nicht?), es ist ja auch ihr Leben und das Leben ihrer ganzen Familie, das sie riskieren, indem sie verwöhnte und ambitionierte Menschen an die Hand nehmen und sicher auf das Dach der Welt hinaufgeleiten. Sie holen auch die Leichen hinunter, immer unter extremsten Bedingungen, denn meist gibt der Körper dort auf, wo es am Unwegsamsten ist. Dem Staat wirft man vor, er sei geldgierig. Nun ja, da kenne ich andere Exempel von Geldgier, gekoppelt mit Machtgier. Er, der Staat muss ja letztlich auch mit dem Müll leben, den die Extremsportler hinterlassen. Inklusive Exkremente. Und das Wetter ist nun mal wie es ist. Ich glaube schon, dass dieser Berg - wie jeder andere in seiner unmittelbaren und mittelbaren Nachbarschaft - eine Seele hat. Auch der Khumbu Eisbruch hat seine Seele und weiß, wann er den nächsten Block ins Tal donnern lässt. Alles ist beseelt, nur die Menschen nicht.
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