Mittwoch, März 11, 2026

ओखर

ओखर - okhar steht in meinem Schreiblehrbuch als Beispielwort für den Vokal ओ - wie o. Und zwar so etwas wie ein geschlossenes o. Okhar ist die Walnuss, bzw in der Schweiz die Baumnuss. W wollte mir kürzlich weismachen, dass die Walnuss so etwas wie das Welschland ist, nämlich ein Fremdling. Aber dieses Konzept geht mit der schlicht und ergreifenden Baumnuss nicht auf.

Die Walnuss - sagt auch der Duden - stammt aus dem Orient (also ungefähr von da, wo ich jetzt bin), kam aber über Italien in den deutschen Sprachraum. Deshalb hieß sie im 18. Jahrhundert die "welsche Nuss" oder dann "Welschnuss". Aber auch "Gallische Nuss"! Das altgermanische Adjektiv "welsch" bedeutet - immer nach Duden - romanisch = italienisch oder französisch! Das Substantiv "welsch" bezeichnete die keltischen Bewohner westeuropäischer Gebiete, daraus wurde mhd "walch", ahd "walah" und altenglisch "wealth" = Welscher. Auch Wales ist damit verwandt und eben das schweizerische Welschland. Die Mädels aus der deutschsprachigen Schweiz machten früher, ehe sie heirateten, ihr Welschlandjahr, um der (ungeliebten) Sprache der Fremden mächtig zu werden.

ओखर - okhar - meine nepalesische Baumnuss ist da außen vor. Es ist mir noch nicht gelungen, eine Etymologisches Wörterbuch zu finden. Wahrscheinlich müsste ich den Umweg über Sanskrit machen. Die ओखर - okhar's sehen hier, wie so manches andere, anders aus als im deutschsprachigen Raum: größer, heller, sauberer. Die Schale ist nicht verrunzelt sondern glatt, meist auch dünner, und lässt sich ohne Nussknacker problemlos aufbrechen. Deshalb gibt es hier keine ´Nussknacker! Da ich jeden Morgen eine ओखर - okhar - Walnuss essen soll, habe ich mich in dieser Beziehung bereits perfektioniert. Wenn die Schale mit dem einfachen Druck meiner Faust mal nicht nachgibt, hole ich den Hammer aus Rumpelkammer.

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