Ein Monat geht zu Ende. Ein anderer ist erst in der Hälfte angekommen. Der Mond nähert sich dem Maximum. Er ist derzeit am Abendhimmel zu sehen, wenn nicht gerade ein Gewitter mit Starkregen niedergeht. Kopfüber oder mit Hängebauch, zu ungefähr 97,8% gefüllt. Das muss so ein Trabant erstmal aushalten! Und ein aufrechtes deutsches Z wie "zunehmend" wird daraus nie, nicht in Nepal!
Ich suche (immer noch) ein anderes Z - das der Zeit und lande ich bei den Sternen. Es gibt auch ein siderisches Jahr. Zu lateinisch sidus = der Stern, mit Genitiv sideris. Das Sternenjahr. Es ist, lese ich rund 20 Minuten und 24n Sekunden länger als das tropische Jahr. Das tropische Jahr kommt aus dem Griechischen. Zu tropos = Drehung, Wendung. Es ist die Zeit, zum Beispiel, von einer Frühlings-Tagundnnachtgleiche zur nächsten. Oder von Sommersonnenwende zu Sommersonnenwende. Das tropisch bezieht sich auf diese Wende, nicht auf die Temperatur. Das tropische Jahr bildet die Basis für unser bürgerliches Jahr, unser Kalenderjahr.
Das Z wird nicht schlüssiger, je länger ich darüber nachdenke. Auf die Lebenserwartung eines Menschen bezogen, soll der Unterschied zwischen siderischem, tropischem und bürgerlichem Jahr "vernachlässigbar" sein. Nur die Sternbilder am Himmel verschieben sich. Minimal. Über viele Jahrhunderte hinweg. Mich interessiert nicht die Lebenserwartung, sondern der Lauf der Zeit. Dass der Mond kopfüber am Himmel steht, sehe ich von bloßem Auge.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen