Die Luft ist dick. Im wahren wie im unwahren Sinn. Wir husten beide und von der Stadt ist nichts zu sehen. Ich besorge auf Vorrat Katzenfutter (diesmal chicken, den fish aus der letzten Packung fraßen sie nur mittelmäßig begeistert, nur wenn sie wirklich ausgehungert waren), ein Karat Eier, je 1 kg kar.ma coffee (dark roast, beans und medium roast, french press), Hustensaft und Allegra. Mo:mos liegen noch reichlich auf Eis. Auf dem Heimweg vom Dragon überqueren wir die Golfutar, steigen über aufgetürmte Pflastersteine und offene Kabelschächte. Wir kaufen eine Flasche 8848. Die Alkoholshutters sind wie üblich alle offen, obwohl das Alkoholausschank- und verkaufsverbot bereits in Kraft getreten sein soll. In unserem Lieblingsshop sitzt um diese Tageszeit immer ein Polizist oder eine Polizistin. Ich habe immer den Eindruck, die ruhen sich da in der Ecke aus vom Regeln des Feierabendverkehrs. Diesmal ist es ein Mann, mit Schlagstock. An der Straße stehen sie zu mehreren. Auch das hatte der deutsche Botschafter fürsorglich angekündigt: mehr Polizeipräsenz! Mehr Militärpatrouillen. Mehr Ausweiskontrollen. Aber uns sieht man von weitem an, dass wir nicht dazu gehören und von uns keinerlei Gefahr ausgeht. Niemand hindert uns daran, unseren hochprozentigen Einkauf nach Hause zu tragen. Die Luft ist am Abend noch dicker. Im übertragenen wie nicht übertragenen Sinne.
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