Wir hatten gerade die kälteste Nacht, lese ich in der Zeitung. 3° (plus!) um 08:45 - gegen 3,4° um 05:45. Das erstaunt mich immer wieder, dass die Temperatur nach Sonnenaufgang sinkt. Also ist es eher der kälteste Morgen. Im schattigen Tal zu meinen Füßen liegt so etwas wie Bodenfrost. Auch auf den dunklen Autodächern auf dem Parkplatz vor meinem Küchenfenster. Auf hellen Karosserien ist Kälte seltsamerweise nicht zu erkennen.
Ich bin seit Tagen zum ersten Mal ohne Flaute im Magen erwacht. Erfrischt und ausgeschlafen! Springe auf, mache Tee, füttere die Katze, absolviere mein Gleichgewichtstraining auf dem Trampolin und gehe hinaus. Ungefähr zum Zeitpunkt der niedrigsten Temperatur. An die Luft. An die Sonne. Zu meinem Laxmibaum. Dort ziehe ich immer noch Schuhe und Strümpfe aus und absolviere mein Morgen Qigong barfuß. Sobald das Qi in Wallung kommt, muss ich mich auch von Jacke und Schal befreien.
Heute kommt ein alter Sherpa vorbei und erzählt mir, wie oft er schon auf dem Everest war. Ich lese es aus seinem zerfurchten Gesicht. Und aus den Zahnlücken. Ein bisschen Englisch haben ihm seine Kunden beigebracht.
Ich lebe wie auf dem Dorf. Jeder und jede kennt mich.
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