Ich liege krank am Magen und lese "A monk's guide to joy through consciousness". Der Haupttitel lautet anders, aber der Untertitel sagt mir mehr. Der Autor ist kein Mönch, sondern ein Umwelt-Geo-Wissenschaftler. Er fängt an mit dem Tod. Mit dem Sterben. Mit der immortality of life. Mit Bewusstsein und Wahrnehmung.
Der Tod beschäftigt uns gerade alle sehr. Ungefähr die Hälfte der in Crans-Montana zu Tode gekommenen Partygäste waren minderjährig. Ich frage mich, was 14-Jährige überhaupt in dieser Bar zu suchen hatten. Aber ich lese, dass in der Schweiz (und das wundert mich natürlich nicht), Minderjährige in Begleitung eines Erwachsenen "in einer Bar feiern dürfen". Wenn alle Minderjährigen Opfer in Begleitung eines Erwachsenen waren, haben diese Erwachsenen ihre minderjährigen Begleiter nicht beschützt, wie es ihre Aufgabe gewesen wäre. Sie haben sie im Stich gelassen! Ebenso die Eltern, die nach dem Brand mit ihren Autos angefahren kamen und "verzweifelt nach ihren Kindern suchten".
Nicht nur den Minderjährigen war es wichtiger, noch ein Video der brennenden Decke in die virtuelle Welt zu pusten. Aber vor allem den Minderjährigen fehlte offenbar das Bewusstsein - the awareness - der Lebensgefahr. Das ist tragisch und sagt viel aus über die Gesellschaft, in der sie groß geworden sind und jung sterben mussten. Mein Geowissenschaftler schreibt "You may die in an accident ... Accidents happen only when you lose awareness ... Many people die in accidents ... it doesn't happen because of fate. Death never happens by accident. ... Nothing happens by accident in this universe. You are 100 % responsible for your death. If you die in an accident, it is a precisely determined event, not a random one."
Und: "At the time of death, you must make a decision to go without hesitation. A very difficult decision indeed. If you resist death, you will only suffer."
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen