Tagsüber ist es heiß. Ich putze nun auch alle Fenster von außen. Und die Fliegengitter. Das geht nur bei Sonnenschein und kostet mich insgesamt mehr Zeit und Geschicklichkeit (außen an der Fassade hängend wie eine Cirkusakrobatin) als die Innenreinigung. Sei's drum. Ich schwitze ordentlich und das ist gut für den Stoffwechsel. Sobald die Sonne aber untergeht, wird es ungemütlich. Trotz streifenfreier Sicht in den Abendhimmel und auf die Abendstadt. Ich laufe zu Dragon und stille meinen Hunger mit scharfem roten Curry. Danach will ich endlich - wie von W seit jeher empfohlen - die AC (air condition) in meinem Arbeitszimmer in Betrieb nehmen, im Heiz-Modus, versteht sich. Prompt fliegt mit einem lauten Wumms die Sicherung im Flur raus! Das ist der Sicherungskasten, in dem es kürzlich schmorte. Ich erinnere mich gut an den Elektriker, der pfeifend die Treppen hochstieg und sagte "happy you - no fire!" Die Südwand, an der die AC im Innern hängt, ist immer noch nass. Der Schimmel trotzt all meinen Essigattacken und wächst immer wieder nach. Mal sehen, wer am Schluss gewinnt. Die elektrischen Leitungen liegen wahrscheinlich auch bei uns - wie Nachbarn kürzlich mit Bildbeleg entsetzt auf Viber berichteten - nackt und unisoliert im Mauerwerk. Monsun und andere Naturereignisse hin oder her. Auch die Waschmaschine hängt an einer Steckdose, deren Leitung zu einer immer noch klatschnassen Ecke auf der Terrasse führt. Dort weiß ich mittlerweile, welchen Außenschalter ich besser nicht betätige, da er zuverlässig einen short cut im ganzen Haus auslöst.
Ich lasse die Hoffnung auf wärmere Innentemperaturen fahren und krieche mit Bells "Kathmandu" unter die Winterdecke. Morgen ist wieder ein heißer Tag!
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