Es regnet seit dem frühen Morgen. संविधान दिवस - Samvidhan Diwas. Tag der (jungen) nepalesischen Verfassung. Landregen. Beständig. Sanft. Beruhigend. Beherzt greife ich zum बाबियो कुचो - babiyo kuco, zu dem harten nepalesischen Besen, den uns die landlords in weiser Voraussicht hinterlassen haben. Aussen herum tun diese Besen tatsächlich gute Dienste, drinnen will ich keinen haben. Nicht einmal einen weichen. Staubaufwirbler.
Ich fege also mit dem robusten Wildgrasbesen (er könnte aus Khar Gras sein, oder eben aus babiyo - Eulaliopsis binata) und dank des Regenwassers, das mir von allen Seiten frisch zuläuft, Erde, Sand und Kies, den uns die Nachbarbaustellen bescheren, erfolgreich von der Auffahrt. In die Gosse. Dann entstaube ich die Fahrräder und poliere die Eingangsstufen. Zum Dank zeigt sich die Große Achatschnecke beim Frühstück. Sie ist offenbar zufrieden mit Regen, Garten, den Göttern und der Welt. Knabbert, lutscht an einer von Nachbars Baum heruntergeplumsten, bereits angebissenen Guave.Meine Eidechsen, die sich lieber in der Sonne zeigen, aber keine Hauswände elegant hoch- und hinuntergleiten können wie die Achatschnecke, gehören vielleicht zu den Scharlach-Gartenagamen, zu den orientalischen Garteneidechsen. Die, die kürzlich unter meiner Kehrschaufel in den Himmelfand, könnte eine Sägerückenagame gewesen sein. Andernorts (lese ich und mir sträuben sich die Nackenhaare!) werden solche Tiere für teuer Geld in heimische Regenwaldterrarien gesetzt. Wegen "Stressanfälligkeit und Agressivität untereinander" wird aber Einzelhaltung "dringend" empfohlen. Ich zeige meine hier noch ein letztes Mal. Das Bild habe ich, ohne zu ahnen, wie nahe das Ende schon ist, wenige Stunden vor ihrem Tod gemacht. Noch hatte sie die Kraft, mir ihren wunderbar gezackten Nackenkamm sowie ihren langen langen Schwanz zu präsentieren. Und mich anzublinzeln.

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