Samstag, September 12, 2026

Celosia

Die gute Nachricht vorneweg: es gibt noch Eidechsen im Garten. Sie sind, wie gesagt, am Tag aktiv und wachsam. Können blinzeln und ihre Farbe der Umgebung anpassen. Hier versteckt sich eine wie ein Chamäleon am oberen Blütenstand meiner Celosia. Auch so wunderbare Sträucher wachsen in meinem neuen Garten, der nicht viel größer ist als der alte. Aber wesentlich bunter und beseelter. Seit ich sämtliche Beete von Plastik-, Getreide- und Zementsäcken, gefüllt mit Erde, Sand, jungen Bäumen, Gräsern und Schnecken befreit habe, tummeln sich in der feuchten Erde winzige braune Frösche. Auch sie passen sich farblich der Umgebung an, ich erkenne sie nur, wenn sie sich bewegen, weghüpfen, wegspringen, wegducken. Einer wollte eines Abends mit mir hinein in die Küche. Ich komplimentierte ihn erfolgreich wieder hinaus. Gestern saß einer doch in der Küche und sprang immer wieder an  die geschlossene Tür. Als ob er wüsste, dass dies eine Tür ist und ahnte, dass ich die Macht habe, sie zu öffnen. 

Heute also eine junge Eidechse an der Celosia. Auch die Celosia ist, wie gesagt, ein Wunder. In nepali habe ich mehr als eine Handvoll Namen für sie gefunden, auch deutsch wird sie mit aussagekräftigen Prädikaten geschmückt wie Brandschof, Silber-Brandschopf, Federbusch, Feder-Hahnenkamm oder trivial Sammetblume und Tausendschön.

In Nepali चया फुल - caya ful (Teeblume); चेन्जे फूल - cenje ful (change ful, die Blume, die ihre Farbe wechselt, Chamäleonblume); सेतो चाँगे - seto change (white change - Weißhaar oder Silberschopf); भाले फूल - bhale ful (rooster flower, cockskomb, Hahnenkamm); सिउरे फूल - siure ful (Brandschopf); सिताभारका - sitabharka (silver cockscomb, Silberschopf).

Der botanische Name Celosia kommt aus dem Altgriechischen, leitet sich ab von "kileos" für flammend, brennend, feurig, leuchtend.

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