Mittwoch, April 29, 2026

Mother Qomolangma

Die Polen machen auch hier von sich reden. Pan Bartek hat mitgeholfen, Leitern und Fixseile durch den Khumbu Eisbruch zu befestigen. Es hat sich nichts geändert in den letzten Tagen, der Eisklotz - eine instabile, etwa 30 Meter hohe Eismasse, ein riesiger Eisturm, eine Eispyramide oder auch Serac - kann jederzeit und ohne Vorwarnung abbrechen. Entweder als ganzes oder in Teilen. Trotzdem wird heute - acht Tage verspätet und, wie es heißt, auf zunehmenden Druck der "Institutionen" - die Passage geöffnet. Eine Voraustruppe, darunter auch der Pole Bartek, ist über den Serac hoch geklettert und wieder herunter gekommen. Safe, wie sie sagen: "We believe Mother Qomolangma has shown us a path to make a safe climb." Sie glauben, dass Mutter Qomolangma ihnen den sicheren Weg gezeigt hat. Manchmal bleibt in der Tat nur der Glaube an die Göttinnen. 

Qomolangma (oder Chomolungma) ist der tibetische Name für den Mount Everest. Kommt von tibetisch ཇོ་མོ་གླང་མ jo-mo-glang-ma und bedeutet Göttin Mutter dieser Erde (der Khumbugegend!). Oder des Schnees auf dieser Erde. Oder auch des Lebens in diesem Tal und auf diesem Berg. Die universal weibliche göttliche Kraft! Die Nepali nennen den Mount Everest seit 1956 सगरमाथा - Sagarmatha - auf Geheiß von König Mahendra, für den weder der uralte tibetische noch der neue britische Name akzeptabel war. सगरमाथा - Sagarmatha ist auch weiblich und bedeutet, je nach Sichtweise Göttin des Himmels oder das (Ober-)Haupt der Erde, das den Himmel berührt. Die Schnittstelle zwischen Himmel und Erde. Auch schön!

Auf dem Hill am kleinen Tempel ist die holy family wieder getrennt. Jemand hat Shiva und Parvati entfernt, zurückgeblieben ist Ganesh. Am Himmel über unseren Köpfen grummelt es den ganzen Morgen.

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