Die Zeit, die uns auf dem Hinweg scheinbar in domestic-Warteräumen verloren ging, kommt auf dem Rückweg unaufgefordert zurück. Da wir rechtzeitig am Provinzflughafen Biratnagar vorfahren - der übrigens bei Tageslichte betrachtet gar nicht so unsympathisch wirkt, daneben entsteht gerade ein mächtiges neues Gebäude - wohl für die Zukunft des Südost-Drehkreuzes -, werden wir unkompliziert auf den aktuellen Flug nach KTM umgebucht, der bereits mit "boarding" angezeigt wird. Die Maschine ist allerdings noch nicht da, vielleicht noch gar nicht gestartet in KTM. Man sieht hier alles, das Flugfeld liegt direkt vor den wenigen Stühlen im sonnenlichtdurchfluteten Warteraum, von denen wir zwei besetzen.
Wir erreichen lange vor der Zeit, vor Sonnenuntergang, vor Einbruch der Dunkelheit unser kühles house auf dem Golfutarhill. Der eigentlich für uns bestimmte Flug wird sicherlich ausfallen, oder aus Gründen der Rentabilität mit dem letzten Nachtflug zusammen gelegt. Uns kümmert das nicht mehr. Wir sitzen längst auf dem Dach und warten auf den Mondaufgang.
Nun habe ich nämlich das Prinzip Zeit in Nepal verstanden: sie - die Zeit - pendelt. In aller Ruhe. Hin und her. Schlägt mal in die eine Richtung aus, dann wieder in die andere.
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