Dienstag, April 21, 2026

Der Milchmann

Alles wird teurer, von Tag zu Tag, Woche zu Woche. Das Trinkwasser, die Bananen, der Kaffee, die Gerichte auf der Speisekarte von Sukunda ...   

Nur mein Joghurtmann, der eigentlich ein Milchmann ist, verkauft open dahi nach wie vor zum selben Preis, seit ich bei ihm kaufe. 

Die neue Regierung ist noch keinen  Monat im Amt. Der Arbeitsminister wurde wegen Vetternwirtschaft letzte Woche entlassen, ohne großes Brimborium. Seine Kollegin im Gesundheitsministerium verwarnt. Weil sie die Vetternwirtschaft nicht verhindert bzw zugelassen hat. Still und leise. Lauter geht es zu und her rund um den Innenminister, der in der ersten Nacht seiner Amtszeit seinen Vorgänger sowie den Ex-PM verhaften ließ. Er schreite zügig zur Arbeit, verkündete er in den sozialen Medien und postete dazu ein Foto von sich, schlafend auf dem Sofa im Büro. Nun liegen seine Besitzverhältnisse offen und werfen Fragen auf. Er beantwortet sie ua mit selbstgeschaffenen bonmots. Es sei keine Sünde, arm geboren zu werden, aber eine Sünde arm zu sterben. Seinen Reichtum habe er vor Antritt seines politischen Amtes "angehäuft". Durch kluge Investitionen. Er werde aus seinen Fehlern lernen. Die Kritiker entgegnen zu recht, dass das Innenministerium kein Ort für learning by doing sei. Nun will er studieren. Rechtswissenschaften. Denn, auch das sagt er sozusagen vor laufender Kamera, er habe gedacht, er sei der mächtigste Mann im Staat. Und müsse nun begreifen, dass die Justiz über ihm stehe. 

Auch die Plastiktüten werden aus dem Alltag und der Umwelt verschwinden. Denn es fehlen die Rohstoffe zur Produktion derselben. Wie die Nepalis demnächst ihre tägliche Milch kaufen, werden wir sehen.

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