Die Stadt ist keine Stadt. Aber die Sicht auf sie authentisch. Die Stadt ist im Werden. Sie besteht aus Hunderttausend kleinen und großen Baustellen. An allen Ecken wird gearbeitet. Gebaut. Gebuddelt. Überall von Hand. Selten kommen Maschinen zum Einsatz. Wie gestern, als ein Bagger unter meinem Tempel einen tiefen Graben aushob. Daneben kam ein ordentlich mit Ziegelsteinen gebauter runder Brunnen zum Vorschein. Wahrscheinlich seit etwa zehn Jahren verschüttet. Kürzlich in der Nacht erhob sich ein fürchterliches Getöse. Ein Lastwagen hatte Steine abgeladen. Und was für welche! Riesige Blöcke sandgelber Farbe. Diese Steine wirft nun ein Arbeiter von Hand und in den üblichen ausgelatschten Slippers in den Graben. Von unten spritzt Wasser hoch. Grundwasser? Der Mönch hatte mir erklärt, es würde eine Wasserleitung gelegt und die Mauer befestigt. Ein kurzes Stück Betonrohr liegt bereits bereit.
Ganz am Anfang hatte mir der Mönch versichert, das Wasser, das aus einer Leitung fließt, immer, Tag und Nacht, sei Trinkwasser. Es kommen ständig Leute, die hier ihre Wasserbottiche auffüllen und wegschleppen, bei der Gelegenheit noch Zähne putzen, Haare waschen und andere Körperteile säubern, die ausgezogenen Kleidungsstücke ausspülen, auswringen und feucht wieder überziehen ... und so weiter und so fort.
Direkt daneben, in Sichtweite, unsere "guarded community". Der Manager reinigte den ganzen Winter in regelmäßigen Abständen, ungefähr einmal in der Woche, den Pool, den meines Wissens, seit wir hier wohnen, noch niemand benutzt hat.