Wir haben ein erstes Dach, das ist die Terrasse, riesengroß und überdacht. Hier sitzen wir in der Nacht auch bei Regen im Trockenen und tagsüber im kühlen Schatten. Auf das zweite Dach führt vom ersten eine Wendeltreppe. Dort oben ist alles offen. Frei wke auch das dritte Dach. Es ist nur im Notfall für Menschen gedacht, für Vögel aber immer. Über eine schmale Leiter gelangt man zu den zwei Zehntausendliter-Wassertanks. Falls die überlaufen oder sonstwas ist. Normalerweise ist nichts. Mit Wasser sind wir bestens versorgt.
Ich beschließe, zum Sonnenaufgang aufs zweite Dach zu steigen, wenn es nicht gerade in Strömen regnet. An guten Tagen kann ich im Angesicht des schneebedeckten Zweizacks (माछापुच्छ्रे - Machapucchre, fishtail) sowie der anderen gemässigt gewölbt und geneigten Gipfel der Annapurnakette mein Morning QiGong absolvieren. The only way is up ... das war schon das Motto im Ulnö in Krems an der Donau und nun habe ich zur Linken die zweitgrößte Shivastatue des Landes, oben auf dem Pumdikot Hill. Und direkt daneben, auf dem Ananda Hill die weiße Shanti Stupa, die buddhistische Friedenspagode. Oben bin ich bestens versorgt.
