Der astronomische Sommer beginnt bei uns um 2:09 pm Ortszeit, Nepaltime. Die Sonne geht bereits seit vier Tagen wieder eine Minute später auf, aber, wie bereits berichtet, immer noch kontinuierlich später unter. Die Tageslänge nahm, wie es sich gehört bis heute zu, und nimmt ab morgen wieder ab.
In der Nacht fiel der letzte Frühlingsregen und füllte die Baugrube. Weiße Reiher versammeln sich in der Früh am Ufer. Die Vögel baden und die Kinder veranstalten am Nachmittag so etwas wie Wattölympiade. Schlammschlachten.
Weil heute der siebente Tag des zunehmenden Mondes ist und gleichzeitig Sonntag, feiern die Hindus रवि सप्तमी - Rabi Saptami. Rabi oder Ravi ist ein anderer Name für Surya, den Sonnengott. Für mich war Surya immer weiblich, aber hier wird Lord Surya gedacht, heute ganz besonders in Erwartung seines göttlichen Segens für Gesundheit, Weisheit und Wohlstand. Der Sonntag - आइतबार - Aaitabar gehört auch im Hindukosmos der Sonne. Der Name geht auf das alte Sanskritwort आदित्य - Aaditya für Sonne zurück. Aber सप्तमी - Saptami gehört dem Mond und kommt von der Zahl 7, in Sanskrit सप्त - sapta, in Nepali heute eher सात - saat. Saptami kommt jeden Monat zweimal, wie alle anderen 14 Tage auch (beispielsweise Ekadashi). Saptami ist immer am 7. Tag des zu- oder abnehmenden Mondes. Derzeit nimmt er zu und steigt immer höher, wie wir jeden Abend vom Drach aus beobachten können.
Fällt dieser 7. Mond-Tag auf einen Sonn-Tag, wie heute, verstärken sich die göttlichen Energien von Sonne und Mond. Die Synergie am Himmel hilft, sagen die Gläubigen Hindus, bei allerlei Zipperlein, aber auch bei größeren Leiden. W verbringt gerade den halben Tag im OP der Zahnklinik.
may light and life always favor

