25. Ashoj. Public holiday. Der erste Tag von shukla paksha, der hellen Mondphase, des zunehmenden Mondes. Beginn von Dashain mit घटस्थापना - Ghatasthapana. Das feierliche Aufstellen (स्थापना = installieren, einrichten) des heiligen Gefäßes (घट = Krug oder Topf, einer der berühmten Blumentöpfe, an denen es in diesem Land nicht mangelt), gefüllt mit sandiger Erde, in die Gerstensamen gelegt werden, die bis zum Ende von Dashain sprießen sollen und dann büschelweise geerntet werden. Sowie der erste Tag von Navrati, den neun Nächten zur Anbetung der Göttin Durga und ihren neun Inkarnationen.
Und: der Morgen nach der nächsten Flut. Das wichtigste Festival des Jahres wird eingeläutet mit einer neuen Katastrophe. Um 4 Uhr morgens tritt der Budhi Gandaki Fluss über die Ufer. Warum, wird man noch erfahren. Einen Namen hat die Flut bereits: es sind die Gorkha Überschwemmungen. Die reißen über 200 Häuser mit sich, zerstören Brücken, Straßen, ein Wasserkraftwerk. Wieder passiert es in einem engen Tal. Im westlichen Nachbartal zum Bhotekoshi-Trishuli-Tal. Der Budhi Gandai mündet weiter unten in den Trishuli und wird den entsprechend nähren. Die meisten Anwohner können sich retten, da sie rechtzeitig von den Bewohnern der höher gelegenen Dörfer aus dem Schlaf gerissen werden. Der Staat hingegen schläft und erklärt im Nachhinein, in dem abgelegen Tal existierten keine Mesststationen oder Frühwarnsysteme. Erst nach Sonneaufgang werden Warn-SMS verschickt. Es ist ja Sonntag und Feiertag in einem.
दशैंको शुभकामना - Dasainko subhakamana. Happy Dashain!