Donnerstag. दूर्वा - durva, oder दूर्वा घास - durva ghas, ist ein den Hindus heiliges Gras. Ich habe es wahrscheinlich kürzlich zuhauf eliminiert aus dem Garten. Weil ich alles ausriss, was mir zu sehr wucherte. Ich wollte sehen, was außer Gras und Sandsäcken in den Beeten steckt. Und potentiellen Blumen oder Sträuchern etwas Luft und Licht verschaffen. Ihnen die Gelegenheit geben, sich auch zu entwickeln. Stürmisch oder nicht
Durva Gras oder zu deutsch Hundszahngras, auch Bermudagras ist eine, wie ich erst jetzt lerne, in hinduistischen Ritualen "unverzichtbare Opfergabe". Soll göttlichen Segen bringen und göttlichen Ursprungs sein. Das Haar der Mutter Erde. Nun denn, hin ist hin ... aber nein: es ist so robust und so tief verwurzelt, dass es sofort nachwächst, wenn man einen Halm abschnippt. Ein kriechendes, widerstandfähiges, sich schnell regenerierendes Gras. Deshalb steht es für Fruchtbarkeit, Neubeginn, Wiedergeburt. Und: es ist Ganeshs Lieblingsgras. Das hätte ich ihm vorgestern, am Dienstag, an Mangal Chauthi darbringen müssen. Keine Puja für Ganesh ist vollständig ohne Durva. Lese ich. Nun denn. Ich habe ihm bloß ein kurzes Verweilen auf dem Karmaholz gegönnt.
Die Halme sind dreiblättrig. Daran erinnere ich mich. Dass ich an diesen dreiblättrigen Halmen zog und sofort kilometerweise davon in den Händen hielt. Es ließ sich ganz einfach aus oder über der Erde entfernen. Das Dreiblättrige ist auch heilig! Diese natürliche Form vereint die göttlichen Kräfte von Shiva, Parvati und Ganesh. Heilige Dreifaltigkeit!
Ein vielleicht schwacher Trost - nebst den Rhizomen - ist, dass viele der Halme bereits Rispen trugen. Ich lese, dass Samentragende Gräser wertlos sind für religiöse Rituale. Blühen oder Reifen verringert die Vitalität der Pflanze. Dann ist ihre biologische bereits Kraft aufgebraucht und der göttliche Zauber wirkt nicht mehr.

