Zum Dreizehnten etwas Glück im Unglück. Noch sind wir verschont. Die großen Sturzfluten der letzten zwei Monate waren keine Regenereignisse. Nicht Monsunbedingt stiegen die Pegel der kleinen Flüsse in den engen Tälern unvermittelt an. Unerwartet. Überrraschend. Mitten in der Nacht. Oder an einem sonnigen Morgen. Es hat nie geregnet, bevor die Überschwemmung kam. Es war kein Unwetter und trotzdem wie Weltuntergang.
Nein, kein Glück im Unglück, sondern Spätfolgen des schweren Erdbebens von 2015. Erschütterungen! 10 Jahre, auch 11 sind aus geologischer Sicht ein pures Nichts. Berge bewegen sich majestätisch und beherrscht. Sie rechnen mit anderen Zeiträumen. Wenn einmal etwas gerissen ist, am Fundament oder Sockel, an einer Flanke, wo auch immer, wird es nie wieder ganz. Was gebrochen ist, kann nicht wieder zusammenwachsen, sondern bricht weiter auf. Verliert irgendwann den Halt. Spalten. Klüfte. Abgründe. Entstehen. Ich glaube, ich habe das alles bereits beschrieben ...
Hier kann das scheinbare Glück - dass wir (noch) verschont geblieben sind - im Unglück nachverfolgt werden. Alle können sich vergewissern, dass die Gefahr nicht gebannt ist. Und nie mehr gebannt werden kann:
