Montag, September 14, 2026

हरितालिका तीज

हरितालिका तीज - haritalika tij. Feiertag for women only. Eigentlich: Fasttag nur für Frauen. Nicht Festtag. Wir hatten तीज - tij schon, vor einem guten Jahr. Immer am dritten Tag nach Neumond im Monat Bhadra fasten die verheirateten Frauen für die Gesundheit ihrer Gatten. Die unverheirateten fasten in weiser Voraussicht für die Gesundheit ihrer zukünftigen Gatten. Damals saß ich noch der Unsitte allgegenwärtiger englischer Transkriptionen (in die eine wie in die andere Richtung) in diesem Land auf und nannte den Tag lautschriftlich: teedschi. Er heißt nach Sanskrit O-Ton tidsch und gensauso in Devanagari. Es gibt mehrere तीज - tij im Jahr. Eigentlich ist jeder dritte Tag nach Neu- oder Vollmond ein तीज - tij. Bzw ein(e) tritiya. So steht es auch geschrieben. In meinem nepali calendar. Aber natürlich wäre es zuviel des Guten, wenn alle Frauen das ganze Jahr über zweimal im Monat für die Gesundheit der Männer fasten müssten.

हरितालिका तीज - Haritalika tij erinnert an die selbstlose Hingabe Parvatis, um Lord Shiva für sich zu gewinnen. Sie hat ihn erfolgreich bezirzt! Geholfen hat ihr dabei, wie das so ist im Leben, eine Freundin. Das Wort हरितालिका - Haritalika setzt sich zusammen aus harit für entführen und alika für Freundin. Die beste Freundin "entführte" Parvati, brachte sie in einen Wald, wo sie unabgelenkt ihren Göttergatten anhimmeln (pardon: anbeten) konnte.

Die Frauen fasten und die Männer arbeiten. Lärmen auf dem Dach der Nachbarn. Sie zimmern in kleinteiliger Handarbeit das Gerüst zurecht, das ihnen demnächst ermöglichen wird, die Decke über dem zusätzlichen Stockwerk zu zementieren. Wo immer ich hingucke, wird gebaut.

Gleichzeitig ist heute गणेश चतुर्थी व्रत - Ganesh caturthi vrat, das Fasten zu Ehren von Ganesh am vierten Tag der hellen Mondphase, also vier Tage nach Neumond. Für Haritalika tij sind wir am dritten Tag nach Neumond, für Ganesh am vierten. So ist es mit der Zeitrechnung. Genaugenommen beginnt heute um 7:06 am das zehntägige Ganeshotsav Festival mit einem Fasttag. Das Festival endet an Chaturdashi, also am vierzehnten Tag nach Neumond. Das ist der Tag vor dem nächsten Vollmond.

Sonntag, September 13, 2026

सेतो टिकटिके

W brachte kürzlich - es ist schon etwas länger her - noch ein zweites Buch nach Hause. Dann war er leicht eingeschnappt, dass (und wie!) ich nur das erste erwähnte. Nun also das zweite: Birds of Nepal. Über 500 Seiten, reich bebildert, aber leider ohne erkennbare Systematik, ohne Sortierung, ohne - zB geografisches, alphabetisches, ornithologisches Register, ohne Möglichkeit, den Vogel zu finden, der auf dem obersten Dach hockt, am liebsten auf dem ganz dünnen, zu den Wassertonnen herabgebogenen Ende der massiven Bambusstange, im Wind wiegt, mit dem Schwanz wippt und trilliert, was das Zeug hält. Während ich die Wolken betrachte und mich in der Erde verwurzle. Morning-Qi Gong-Meditation. Neuerdings hockt ein zweiter auf dem Nachbardach, dort wo nackte Metallstäbe in den Himmel ragen, die dereinst das zusätzliche Stockwerk zu tragen haben. 

Mehr zufällig und schon ziemlich mürrisch finde ich meinen Vogel. Der so treu und absolut zuverlässig ist. Ich wollte schon aufgeben, hatte die Geduld verloren, wetterte innerlich gegen das sinnwidrige Lexikon (was sonst ist es?) und blätterte wie im Wahn, wie im Daumenkino. Im Schnelldurchlauf. Er pfiff mich auf Seite 479 zurück: सेतो टिकटिके - seto tiktike. White-browed wagtail. Die Weißbrauenstelze oder Mamulastelze,  wissenschaftlich Motacilla maderaspatensis. Seto ist weiß (wie der Sonntag) und tiktike wahrscheinlich lautmalerisch für den drum and bass, den dieser Muntermacher mit dem schneeweißen Überaugenstreif und dem schwarzen Brustlatz jeden Morgen verbreitet.

Freitag, September 11, 2026

कुशे औंसी

कुशे औंसी - Kushe Aunsi. Neumond im Monat Bhadra. औंसी - Aunsi ist der Neumond im religiösen, spirituellen Sinn, nicht im streng wissenschaftlichen. Deshalb können hinduistische Rituale dem astronomischen Neumond durchaus zuvorkommen oder hinterherhinken, ihn zerdehnen und zurechtrücken. Die Hindus befragen ihre Astrologen, nicht die Astronomen, wenn sie den günstigsten, den so genannten auspicious Zeitpunkt (wofür auch immer) nicht verpassen wollen.

Heute also कुशे औंसी - Kushe Aunsi. Vatertag. Das Kushgras hatten wir kürzlich schon, aber in einem anderen, bitteren Kontext. Wie das Gras zum Vater(tag) kommt, bleibe erstmal dahingestellt. Mit vollständigem Namen ist heute बुवाको मुख हेर्ने दिन - buwako mukh herne din. Der Tag, an dem das Gesicht des Vaters betrachtet und verehrt wird. Von den Kindern natürlich. Auch der bereits verstorbenen Väter wird gedacht. Mit besonderen Zeremonien, Gebeten, Mantras und Speisespenden (Shradda). Wir hatten das Pendent schon, den Neumond im Monat Baisakh, an dem die Kinder das Gesicht der Mutter betrachten und sie so verehren.

Das Kush-Gras soll heute gesammelt, heute von einem Priester gesegnet und heute im Haus verteilt werden. Nur so sorgt es (stellvertetend für Lord Vishnu) für Glück und Wohlstand der Familie das ganze Jahr über. An allen anderen, "normalen" Tagen gesammeltes Kushgras kann seine spirituelle und reinigende Kraft nur an dem betreffenden einen Tag entfalten. 

Donnerstag, September 10, 2026

Die himmelblaue Kehrschaufel

Dies ist ein Teil des Kehrsets. Die himmelblaue Kehrschaufel mit Gummilippe. Sie ist mit ein bisschen Wasser gefüllt, das ich einer sterbenden Eidechse* hingestellt hatte. Sie verharrte seit Tagen fast reglos hinter meiner Küchentür auf dem glatten Marmor, der sich am Vormittag in der Sonne so sehr aufheizt, dass ich nicht mit bloßen Füßen darauf treten kann. Aber Eidechsen mögens warm. Sie atmete. Und blinzelte. Eine Nacht verbracht sie in meinen Gartenslippers. Irgendwann legte sie die Furcht vor mir und vor dem knarrenden Geräusch der sich öffnenden Tür ab. Auch der Fluchttrieb hatte sich gelegt. Ich redete beruhigend auf sie ein und die Panik legte sich. Sie erschrak nicht mehr. Die Katze ließ sich zum Glück nicht blicken und für die Krähen ist der Platz zum Landen zu eng. Die finden rundum vorteilhaftere Futterplätze. Die Eidechse - wahrscheinlich, wie ich lese, eine Schönechse, eine orientalische Garteneidechse - reagierte bis zuletzt mit einer leichten Drehung des Kopfes. Die Augen öffnete sie immer wieder. Als aber ihr Mäulchen offenstand, war mir klar, dass sie litt. Aber ich konnte sie nicht erlösen. Wie denn? Ich tröpfelte ein bisschen Wasser auf den heißen Boden um sie herum, und weil ich gerade nichts anderes zur Hand hatte, stellte ich das Plastikteil hin, das die Farbe eines Swimmingpools hat. Aber sie kam die Rutsche nicht mehr hoch. Sie rührte sich erst wieder, als ich im Haus verschwunden war und sie nicht mehr beobachten konnte. So machen das alle sterbenden Wesen. Sie fand sie selbst, ihre letzte Ruhe, im Schatten unter meiner himmelblauen Kehrschaufel.

* in einer ersten Version schrieb ich "Gecko" - aber Schönechse ist zutreffend. Geckos sind kleiner, wir haben unzählige im ganzen Haus, aber drinnen. Sie lieben es, die Wände hochzurennen und sind im Gegensatz zu den Eidechsen nachtaktiv. Außerdem können Geckos nicht blinzeln! Das hat den Ausschlag gegeben für meine Korrektur. 

Mittwoch, September 09, 2026

Schultag

Mittwoch. Zwei Wochen nach der Flut. Es ist 05:29 und ich stehe auf dem obersten Dach. Der Morgenhimmel ist klar wie schon lange nicht mehr, nur ein paar düstere Wolken verharren knapp über dem Horizon. Der Bilddramatik wegen. Die fingernagelschmale Mondsichel liegt im Osten und direkt darüber strahlt der Jupiter - das müsst Ihr mir einfach glauben, falls Ihr es nicht sehen könnt. 

In बिदुर - Bidur öffnen heute die Schulen wieder. Bidur ist der Verwaltungssitz des Distrikts Nuwakot. Die Stadt liegt am Oberlauf des Trishuli und wurde schon beim Erdbeben 2015 schwer beschädigt. Noch nicht alles war wieder aufgebaut, als im August die Sturzflut kam. Nuwakot, sein nördlicher Nachbar Rasuwa und Dhading an der Westseite sind die drei Distrikte, die am schlimmsten getroffen wurden. Bidur will nun ein Zeichen der Normalität setzen und traumatisierten Kindern Halt geben. 

Vor der Flut gab es in der Stadt 54 öffentliche und 25 Privatschulen. Drei Gemeindeschulen und zwei Privatschulen wurden zerstört. Acht öffentliche Schulgebäude sowie eine Privatschule dienen als Auffanglager für Überlebende, aus der Region Gerettete, Obdachlose. 
Die restlichen 65 nehmen ihren Betrieb heute wieder auf, auch wenn kein normaler Unterricht vorgesehen ist. Die Kinder sollen in die nächstgelegene Schule gehen, ohne Umschweife, auch ohne Uniform und ohne Hefte, ohne Stifte. Hauptsache auf direktem Weg. 

Laut Erziehungsministerium sind in den drei Distrikten 32 Schulgebäude ganz oder teilweise zerstört, 6 davon mitsamt Gelände rundherum und anderen Räumlichkeiten, von 527 Klassenzimmern sind 268 verwüstet und nicht mehr für den Unterricht nutzbar, etwa 9.400 Schüler sind betroffen, davon wurden 1.373 umgesiedelt und leben in Notunterkünften. Etwa 600 Kinder und 24 Lehrer werden immer noch vermisst, ein Lehrer wurde tot aufgefunden. Wieviele Kinder ihre Eltern verloren haben, ist noch nicht klar.

Dienstag, September 08, 2026

Gedenktag

Die Tage jagen sich. Heute जेन जेड शहीद दिवस - Gen Z Sahid Divas, Märtyrertag der Gen Z, im Gedenken an die Toten der Gen-Z-Proteste vor einem Jahr. Da es noch einen anderen Märtyrertag gibt, der schlicht शहीद दिवस - Sahid Divas heißt, muss der heutige konkretisiert werden. Diese Gen Z Märtyrer waren allesamt jung und unerfahren, hingerichtete Kinder in Schuluniformen und andere Unschuldige. Von hinten in den Kopf oder von vorne in die Brust Erschossene. Public holiday.

Ein September jagt den anderen. In meiner gedanklichen Nachlese, ist es bereits mein dritter Katastrophenseptember in diesem Land. Im ersten lief ich, kaum angekommen drei Tage lang mit einer Handvoll Buddhisten auf staubtrockenem Asphalt von Kathmandu nach Südosten, zum Namo Buddha Tempel. Kaum zurück im 10. Stock des einen der twintowers, in dem wir damals wohnten, ging ein folgenschweres post-monsoon-Unwetter nieder. Es regnete drei Tage lang ununterbrochen und sogar die Nachbarn in Kathmandu sagten, so etwas hätten sie noch nie erlebt. Der Koshi-Fluss schwoll an (dem wir peacewalker schwitzend gefolgt waren) und verwüstete u.a. Panauti, die alten Tempel  und das Kloster (wo wir verköstigt wurden) - wir hatten das schon -  sowie ungefähr 500 andere Gebäude vollständig und 713 teilweise, 20 Menschen nahm er mit. In den Tod. Damals war ich mir der Gefahr überhaupt nicht bewusst, der wir nur knapp, um gerade mal zwei Tage entgangen waren. Noch pflegte ich meinen jetlag. Und Schnupfen nach dem Marsch. 

Der Septemberschock vom letzten Jahr saß und sitzt immer noch tief. Er wirkt bis heute nach, bewusst oder unbewusst. Auf so einen Gewaltausbruch war ich nicht vorbereitet. Und wenn ich heute eine Nachlese lese, stehen mir noch einmal die Haare zu Berge. Wie blind und arrogant ("beratungsresistent") dürfen greise Politiker eigentlich sein? Vollkommen ungestraft. Sofort drängen sich in meinem Kopf Parallelen auf. Die verteibe ich mit dem अम्रिसो कुचो - amriso kuco, dem weichen traditionellen nepali Grasbesen.     

In diesem Jahr kam die Flut schon im August, oder besser im nepalesischen Monat Bhadra. Mitten in der Regenzeit, aber nicht der Regen hat sie ausgelöst. Es regnete tagelang überhaupt nicht. Der Monsun in diesem Jahr ist untypisch. Viel mehr Regen als üblich fiel bereist in der pre-monsun Zeit, also im Frühjahr, im März und April. Und während des eigentlichen Monsun gibt es unbtypische längere Trockenphasen. Die Bhadra-Sturzflut - oder Rasuwa-Flut, China-Nepal-Flut, Nepal-Tibet-Flut, Bhotekoshi-Flut, soviele Namen hat sie schon! - kam vom blauen Himmel über die Menschen im Trishuli-Korridor. Und das ist erstmal unfassbar. Kompliziert zu verstehen. Und zu bewältigen.

In Mustang, Manang, im nördlichen Gandaki (das ist unsere Provinz) bebt um 21:53 Ortszeit die Erde. 4,9 oder 5,3 - wie immer variieren die Angaben. Aber Schäden werden keine gemeldet.

Montag, September 07, 2026

Trauertag

National day of mourning - Staatstrauertag. Kein public holiday. Es wird gearbeitet, die Fahnen hängen auf Halbmast. Trauerbeflaggung im ganzen Land und in allen nepalesischen diplomatischen Vertretungen weltweit. 

Heute ist der 13. Tag nach der verheerenden Bhotekoshi-Sturzflut. Normalerweise wird von der "August 26 flood" gesprochen oder geschrieben. Kürzlich las ich zum ersten Mal in einem englischsprachigen Artikel (andere verstehe ich nicht) von der "Bhadra 10 flood". Diese Bezeichnung ist eigentlich angemessener und erleichtert für einmal die zeitliche Ein- und Zuordnung. Heute ist der 22. Bhadra und der 13. Tag nach der Flut (den ersten, den 10. miteingerechnet). In der hinduistischen Tradition hat der 13. Tag nach dem Tod eines Menschen eine besondere Bedeutung. Nichts ist hier ganz ohne Bedeutung. Aber die 13 Tage Trauerzeit sind wichtig im Leben eines jeden, auch ungläubigen Menschen. Trauernde separieren sich, sondern sich zum Schweigen (= nicht reden, kein Smartphone benützen) und Beten ab, verzichten auf Salz und sind in einfache weiße Tücher gekleidet, die sie jeden Morgen waschen. Ich habe unzählige Solche auf dem Hill an dem kleinen Shivatempel erlebt. Die Männer scheren sich den Kopf kahl. Die Frauen tun dies nur nach dem Tod des Gatten, wobei "scheren" in ihrem Fall "feminin" ausgelegt wird. Es reicht, wenn das oft hüftlange, dichte schwarze Haar auf Nackenlänge gekürzt wird. Der 13. Tag ist der feierliche Abschluss. Die Seele des Verstorbenen wird entlassen, die weitverzweigte Familie versammnelt sich und veranstaltet eine puja mit anschließendem Festessen. Dann kehren die Angehörigen in ihren Alltag zurück. Auf dem Hill bedeutete das: auf die geschäftige Golfutar. 

Dieser 13. Tag nach der Todesflut ist heute. Aber kaum jemand unter den Überlebenden hat noch einen Alltag. Und alle, die weiterhin warten, auf eine Rückkehr oder einen Anruf, haben noch gar nicht angefangen zu akzeptieren, zu zählen, zu trauern. Und die, die schweren Herzens willens sind, hatten in den letzten Tagen keine Gelegenheit, keinen Ort um sich zu separieren, zu schweigen, saubere weiße Tücher zu tragen und sie jeden Tag zu waschen. Wer verzichtet schon auf Salz, wenn er oder sie auf Notrationen angewiesen ist, die aus dem Helikopter abgeworfen werden. Ja, sie sammeln nun Kush-Gras und flechten die Kush-Effigies - aber dann heißt es (lese ich), dass für mehrere Mitglieder ein und derselben Familie die final rites, die letzten Dienste, auch bei der symbolischen Kremation einer Graspuppe, nicht an ein und demselben Kalendertag stattfinden dürfen ...  Die Menschen haben es wahrlich nicht leicht. Ganze Dörfer sind physisch zerstört und im wahrsten Sinne des Wortes ausgestorben.Weitverzweigte Sippschaften, Großfamilien eben, denn anders funktionierte das Leben in den Bergen nie, sind vom Schlamm mitgerissen worden und darin erstickt. Auf wieviele Tage, Wochen, Monate soll nun der heutige letzte, 13. Tag der Trauerrituals ausgedehnt werden?

Gestern gab die Regierung Zahlen bekannt: 

  • 1.355 Leichen wurden insgesamt geborgen, davon konnten 98 identifiziert werden
  • von 1.181 nicht mehr identifizierbaren Leichen oder Leichenteilen wurden DNA-Proben entnommen, die sterblichen Überreste anschließend aus hygienischen Gründen vorläufig erdbestattet
  • 1.186 Überlebende gaben Blutproben zum DNA-Abgleich ab
  • 13.396 Menschen wurden gerettet
  • 4.996 Menschen sind weiterhin out of contact = vermisst
  • Ungefähr 7.570 Häuser wurden zerstört, davon 48 Regierungsgebäude
  • 32.933 Menschen sind obdachlos geworden
  • 55 Kilometer Straße, 37 befahrbare Brücken, 68 Hängebrücken, etwa 1.806 Hektar Ackerland, 13 Wasserkraftwerke, 1 Solarkraftwerk, 2 Übertragungsleitungen wurden komplett zerstört, 783 MW Erzeugungskapazität aus Wasserkraft gingen verloren 
UNICEF berichtet darüber hinaus, dass 22.000 Kinder keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.